Tüte-Neuigkeit!

Ich bin hocherfreut, um nicht zu sagen highly delighted: Im kommenden Frühjahr wird im Carlsen Verlag The Greenest Wind in britischem Englisch erscheinen! Als Taschenbuch.

Die (fabelhafte) Übersetzung meiner Tüte grüner Wind ins amerikanische Englisch (von Rebecca Heier) gibt es bislang ja ausschließlich als E-Book. Nun folgt also eine … hm … nicht Übersetzung – sagen wir Übertragung vom amerikanischen ins britische Englisch.

Es könnte also sein, dass Lucys Irlandferien demnächst auch im Englischunterricht behandelt werden. Dass es im Buch ein paar Vokabelhilfen geben wird, dürfte aber auch die Erwachsenen freuen, die The Greenest Wind lesen, um ihr Englisch aufzufrischen.

Ich bin sehr gespannt. Statt Plätzchen im deutschen Buch und Cookies in der US-englischen Übersetzung wird Lucy nun vermutlich Biscuits essen. Und wenn Martin sich im Dorf mit Freunden trifft, um Fußball zu spielen, spielt er dann nicht mehr soccer, sondern football.

Andere Änderungen werden unterschiedliche Schreibweisen betreffen. Zum Beispiel
Colour (britisch) statt Color
Neighbour statt Neighbor

Außerdem gibt es grammatische Unterschiede zwischen den beiden „Sprachen“, ebenfalls in der Aussprache, doch die hört man im Buch ja nicht.

Wie mag Lucys Englisch klingen?
In ihrer deutschen Schule lernt sie britisches Englisch, aber es ist möglich, dass sie manche Wörter eher amerikanisch ausspricht. Denn, wie sie der netten Flugbegleiterin Moira erklärt:
»Wir haben mal in Amerika gewohnt«, sagte Lucy. »In Atlanta, Georgia.« (auf Seite 47 im Carlsen-Taschenbuch).
Einmal essen Lucy und Tante Paula zum Abendessen gebackene Bohnen in Tomatensoße auf Toast (baked beans in tomato sauce on toast). Paula würde Tomato sicher Tomahtoh aussprechen, Lucy wegen ihrer Zeit in Atlanta vielleicht Tomäido? In Lautsprache [təˈmeɪtoʊ] oder [tʰəˈmeɪ̯ɾoʊ̯].

Sollte es The Greenest Wind mal als Hörbuch geben, wäre ich dafür, dass es von einer irischen Sprecherin oder einem irischen Sprecher gelesen wird, damit die Sprachmelodie des in Irland gesprochenen Englischs die Atmosphäre des Romans unterstreicht.

Wobei mir einfällt:
Als ich nach mehreren Jahren in Irland nach New York zog, hätte ich geschworen, dass ich Englisch noch so aussprach wie in der Schule gelernt, also britisch.

Wie verblüfft war ich, als mir die Friseurin beim Haareschneiden sagte, sie höre mir so gerne zu, weil ich so klinge wie ihre Mutter, die aus Irland eingewandert sei ;-)

In meinen USA-Jahren habe ich mir bestimmt auch einige amerikanische Bezeichnungen, Aussprachen und so weiter angewöhnt, sodass mein Englisch jetzt nach einer irisch-englisch-amerikanischen Mischung mit deutschen Untertönen klingen dürfte.

Das Buchcover für die neue Ausgabe steht noch nicht fest.

Hier das von Sam Kalda für die „amerikanische“ Ausgabe
Gesine Schulz: The Greenest Wind. Translated by Rebecca Heier. Cover design: Sam Kalda.
The Greenest Wind – A Summer in Ireland. Translated into American English by Rebecca Heier.

Die aktuelle Taschenbuchausgabe von „Eine Tüte grüner Wind“, Carlsen Verlag.

Dieser Blog-Beitrag auf Englisch: Greenest Wind News :-)

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Über Gesine Schulz

Schriftstellerin / Writer
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