Keine Kapitel? Warum?!

Manche vermuten eine wohlüberlegte Absicht dahinter (nur welche?). Anderen fällt es nicht auf. Wiederum andere beschweren sich darüber.

Die Wahrheit: Es ist reiner Zufall, dass Eine Tüte grüner Wind nicht in Kapitel aufgeteilt ist. Als ich den Roman schrieb, fing ich vorne an und schrieb weiter bis zum Schluss, ohne dass mir der Gedanke kam, ich könnte oder sollte Lucys Geschichte in Kapitel aufteilen. Merkwürdig vielleicht, doch so war’s.
Der Ueberreuter Verlag, bei dem das Hardcover erschien, hatte anscheinend nichts dagegen.

Ich wurde zuerst auf die Kapitellosigkeit aufmerksam, als ein Freund, der das Buch kurz nach Erscheinen las, sich bei mir beschwerte.
Er war es gewöhnt, nach dem Zubettgehen noch ein oder zwei Kapitel eines Buchs zu lesen. Da es bei mir keine Kapitel gab, las er weiter und immer weiter, bis weit nach Mitternacht, bis zum Ende der Geschichte.
Als der Wecker klingelte, war er daher keineswegs ausgeschlafen und er verbrachte einen müden Morgen im Büro.

Hin und wieder schreiben mir Leserinnen, die in der Schule eine Buchvorstellung machen wollen.
Anscheinend gibt es manchmal die Vorgabe, auch auf die Kapiteleinteilung eines Buches einzugehen. Sie suchen und werden nicht fündig.
Eltern vermuteten mal, das sei nur in der Taschenbuchausgabe des Carlsen Verlags so, und baten mich, ihnen die frühere Kapiteleinteilung mitzuteilen, sollte es die gegeben haben.

Auch die holländische Übersetzung (Een zakje groene wind) und die ins Schwedische (En påse grön vind) kommen ohne Kapitel aus.

Aber nun:
In der englischen Übersetzung The Greenest Wind wird es nicht nur Kapitel, sondern auch Kapitelüberschriften geben!

Meine Übersetzerin Rebecca Heier schlug es vor und ich stimmte sogleich zu. Wir hatten Spass dabei, die richtigen Überschriften zu finden. Mir gefällt es, wenn die Überschrift neugierig auf das Kapitel macht, aber nicht zu viel vom Inhalt verrät.

Hier unser Ergebnis:

1
Good-bye, California

2
A Crazy Aunt in Ireland

3
A Mean, Dirty, Rotten Trick

4
Irish Red in a Box

5
Bad Hat Day

6
Where’s Aunt Paula?

7
Cream Cake Chaos

8
Green Wind Cottage

9
When In Rome…

10
Knitting Rainbows

11
On Feeling Sad

12
A Cozy Day

13
Driftwood and Mermaid’s Tears

14
A Mug Goes Flying

15
The Abandoned House

16
A Patchwork of Greens…and a Little Black Pig

17
Grania Can’t Believe Her Eyes

18
Martin in Trouble

19
Hatching a Plan

20
A Phone Call from Home

21
A Red-Headed Rescue

22
Farewell, Farewell!

Dies könnten Corrigans Ziegen sein, aus EINE TÜTE GRÜNER WIND – SOMMERFERIEN IN IRLAND. Von Gesine Schulz

Dies könnten Corrigans Ziegen sein, aus deren Milch er den köstlichen Ziegenkäse herstellt.

Falls sich jemand über die Großschreibung einiger im Englischen eigentlich kleingeschriebener Worte wundert – Übersetzerin Rebecca Heier klärt auf:

Im Englischen ist es so, daß wir bei einem Titel, das erste und letzte Wort sowie jedes „wichtige“ Wort groß schreiben. Normalerweise gilt das gleiche Prinzip für Überschriften.

Daher: The Greenest Wind – A Summer in Ireland

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Über Gesine Schulz

Schriftstellerin / Writer
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