Schloss Hugenpoet

Wer den stimmungsvollen Nikolausmarkt auf Schloss Hugenpoet verpasst hat oder in Gedanken dorthin zurückkehren möchte: Mein Kurzkrimi Der kleine Ritter von Hugenpoet spielt dort und trifft die Atmosphäre genau, wie mir ein Leser versicherte. Wobei der dort stattfindende Mord selbstverständlich nur auf dem Papier passiert.

Passend irgendwie, dass bei meinem diesjährigen Besuch ein Krankenwagen am Rande parkte. Ich wollte ihn aus dem Foto schneiden, als mir einfiel, dass er ja zur Geschichte passt.

Der wahre und einzige Hugenpoet-Nikolaus. Für meine Geschichte habe ich eine kleine Heerschar von Hilfs-Nikoläusen auf den weihnachtlichen Markt geschickt.

Nikolausmarkt auf Schloss Hugenpoet. Foto: Gesine Schulz

Vor den beiden Hütten mit Produkten aus der Schlossküche hatten sich Schlangen gebildet.
Melanie lenkte sich damit ab, die Gläser mit Chutneys, Soßen und Konfitüren zu betrachten, bis sie an der Reihe war. Sie ratterte die gewünschten Sorten und die Anzahl der Gläser herunter, von Omas Pflaumenmus bis zum extragroßen Glas Pomeranzenmarmelade.

»Ooooh!«, machte Damian und deutete auf den von zwei Wappen gekrönten Eingang des Schlosshotels, zu dem eine weitere Brücke über den Schlossgraben führte. »Ist das Wasser kalt?«, wollte er wissen. »Kann man im Sommer darin schwimmen? Ich glaube, ich muss mal, Tante Melanie.«
Sie unterdrückte einen Seufzer und ging mit ihm ins Hotel.

Eine Stalltür stand offen. Drinnen im Stall durften Kinder Lebkuchen mit Smarties und Liebesperlen verzieren.
»Komm doch rein«, sagte die Frau mit der Schürze. Er setzte sich neben ein kleines Mädchen auf die Bank. Mit Zuckerguss klebte er weiße Smarties zu einem Schneemann zusammen. Die Nase war rot, die Augen grün.

Zwei Besucherinnen, die im Krimi nicht vorkommen 😉
Wem die letzten Fotos verwackelt vorkommen: Ich nenne es impressionistisch. (Es war recht kalt und ich habe wohl gebibbert.)

Die Zitate stammen aus meinem Kurzkrimi Der kleine Ritter von Hugenpoet. Erschienen in: Killer, Kerzen, Currywurst. Kriminelle Weihnachtsgeschichten aus dem Ruhrgebiet. Hrsg. von Almuth Heuner. Prolibris Verlag, 2017. ISBN 978-3-95475-156-3

Stimmen zum Kleinen Ritter:

In „Der kleine Ritter von Hugenpoet“ versetzt sich Gesine Schulz genial in die Gefühlswelt eines kleinen Jungen. Der ist schon ziemlich abgeklärt und so klärt er nebenbei auf dem Hugenpoeter Weihnachtsmarkt den Mord an einem Nikolaus auf. (Die Vorleser)

… eine herrlich absurde, aber in sich stimmige Geschichte.
(Stadtspiegel Herten / Marl, 6. Dezember 2017)

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Über Gesine Schulz

Schriftstellerin mit Vorliebe für Katzen, Gärten, Krimis, Irland, England… – VERÖFFENTLICHUNGEN: "Eine Tüte grüner Wind - Sommerferien in Irland" • "Darcy – Der Glückskater im Buchladen" & 5 weitere Darcy-Romane • Kurzkrimis über die Fälle der Privatdetektivin & Putzfrau Karo Rutkowsky • Kurzgeschichten • die Kinderkrimiserie "Privatdetektivin Billie Pinkernell". WEBSITES www.gesineschulz.com & http://www.billie-pinkernell.de
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2 Antworten zu Schloss Hugenpoet

  1. Dagmar Mägdefrau schreibt:

    Die Bilder passen wirklich prima zur Geschichte. Wie der kleine Damian den Fall gelöst hat, ist ja wirklich liebevoll beschrieben. Ich kenne ja den Nikolausmarkt und konnte beim Lesen voll in die Stimmung eintauchen. Als ich dieses Jahr wieder dort war, habe ich etwas anders auf die Örlichkeiten geschaut. Vielleicht geht man ja achtlos an der Nikolausleiche vorbei.

  2. Gesine Schulz schreibt:

    Aber, liebe Dagmar, letzteres würdest Du doch nie tun – höchstens in einem Krimi; zum Beispiel, weil Du Statistin in einem dort gedrehten Tatort wärest 😉
    Es freut mich, dass Du die Stimmung auf dem Nikolausmarkt gut getroffen findest. Ich freue mich bereits auf den nächsten.

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