Ach, diese um 1934 erschienenen Krimis…

Ach, diese um 1934 erschienenen Krimis würde ich zu gerne lesen:

„Sie hatte (…) eine Anzahl von Detektiverzählungen, die sich im nationalsozialistischen Deutschland zutrugen, sowie eine Reihe von Reiseartikeln geschrieben …“

Leider unmöglich,
da es sich um fiktive Krimis handelt, geschrieben von einer erdachten Schriftstellerin, nämlich der Krimiautorin Harriet Vane, über die Dorothy L. Sayers in vielen ihrer Kriminalromane schrieb, und die in den Fortsetzungen von Krimiautorin Jill Paton Walsh weiter Romane schreibt und mit (dem ehemaligen) Lord Peter Wimsey Verbrechen aufklärt.

Vor Jahren stieß ich über eine amerikanische(?) Website, vielleicht gibt es sie noch, die Titel von Büchern auflistete, welche von fiktiven Autorinnen oder Autoren stammen. Möglicherweise stehen diese titellosen Detektiverzählungen von Harriet Vane dort ja auch drin.

Obiges Zitat stammt aus dem Krimiklassiker Aufruhr in Oxford von Dorothy L. Sayers.* Darin erfahren wir, dass Harriet während einer Europa-Reise 1933 auch Berlin besuchte.

Lesenswert nicht nur im Zusammenhang mit Sayers ist der Artikel Die Ausbrecherinnen, in dem Else Laudan, Verlegerin der Ariadne-Krimis, über Frauenkrimis als „Genre-Breaker“ schrieb und auch über Dorothy L. Sayers und ihre Romanfigur, die „sehr emanzipierten Krimiautorin“ Harriet Vane:

„(…) Der wegweisendste aller Genre-Breaker entstand 5 Jahre später: Gaudy Night, deutsch Aufruhr in Oxford, erfüllt zwar etliche Gebote eines Krimis, verletzt aber die meisten Verbote seiner Zeit. Neben der Krimigeschichte und diese übertrumpfend, erzählt der 500 Seiten lang spannende Krimi eine Geschichte der frühen britischen Akademikerinnen, zu denen Harriet gehört. Diesen „Blaustrümpfen“ gehört die Sympathie der Autorin, und gegen die Vorschriften strickt sie ihren Plot um drei Probleme“ … Weiterlesenim Krimikultur-Archiv.

* Das englische Original Gaudy Night wurde 1935 veröffentlicht; Aufruhr in Oxford, die deutsche Übersetzung von Marianne von Schön (1889-1974), erschien erstmals 1937 in der Schweiz, bei Fretz & Wasmuth, mit einem Geleitwort von Bernhard Fehr (1876-1938), „einem der bedeutendsten Anglisten seiner Zeit“; eine Lizenzausgabe wurde 1952 vom Tübinger Wunderlich Verlag veröffentlicht.
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Über Gesine Schulz

Schriftstellerin mit Vorliebe für Krimis, Gärten, Katzen, Irland, England… – BÜCHER & eBOOKS: "Eine Tüte grüner Wind - Sommerferien in Irland" • "Darcy – Der Glückskater im Buchladen" • Kurzkrimis über die Fälle der Privatdetektivin & Putzfrau Karo Rutkowsky • Kurzgeschichten sowie die Kinderkrimiserie "Privatdetektivin Billie Pinkernell". WEBSITES www.gesineschulz.com & http://www.billie-pinkernell.de
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