Einer Freundin zum Geburtstag

In New York feiert heute Margot Scharpenberg ihren neunzigsten Geburtstag.
Die deutsch-amerikanische Lyrikerin und Erzählerin mit Wurzeln und einer kleinen Zweitwohnung in Köln wird in Manhattan im Freundeskreis gefeiert werden; leider ohne mich – weshalb ich ein Päckchen schickte mit weihnachtlichem heimatlichem Gebäck. Von Aachener Printen über Dresdner Stollen zu Zimtsternen und anderem Allerlei.
Auch einen Krimi legte ich hinein. Schon seit meiner New Yorker Zeit tauschen wir Krimi-Tipps und Bücher aus.

Aber mein Hauptgeschenk für Margot ist ein E-Book und zwar ihres:

Margot Scharpenberg: Ein Haus wie von Hitchcock. Erzählung. E-Book

Als ich ihr meine Idee vortrug, war sie sogleich begeistert und schlug Ein Haus wie von Hitchcock vor, eine Erzählung aus dem New York der sechziger Jahre (mit durchaus biografischem Hintergrund).

Und hier ist es – pünktlich zum Geburtstag, mit herzlichen Glückwünschen in den 23. Stock:

Zum Inhalt:

Seit Jahren vermietetet die junge College-Dozentin Lisa in den Ferien ihre Wohnung auf der Upper West Side von Manhattan. Ihre Clique ist zunehmend besorgt über die Sorglosigkeit, mit der Lisa ihre Mieter aussucht. Beeinflusst von den Fernsehkrimis, die sie süchtig schauen, betrachten sie den neusten Mieter mit wachsendem Verdacht.

Ein Haus wie von Hitchcock. ISBN 978-3-9583-0190-0. Erhältlich bei Amazon.de, Amazon.com, im epub-Format bei Xinxii und in Kürze auch in anderen E-Book-Shops.

Es passt zu dieser quirligen, wachen Frau, dass sie mit neunzig als Schriftstellerin Neuland betritt, ähnlich neugierig darauf, das E-Book-Zeitalter zu entdecken wie auf mancher frühmorgendlichen Pirsch durch den Central Park einen selten gesichteten Vogel oder auf ihren vielen Reisen Höhlenzeichnungen im Westen der USA oder in Australien.

Anlass für meinen Anruf war ein Geständnis. Ohne Margots Wissen hatte ich einige ihrer zum Thema passenden Gedichte beim Frohmann Verlag eingereicht, für das E-Book-Projekt 1000 Tode schreiben. Eines, Auf den Tod einer alten Freundin, wurde angenommen und wird im Januar 2015 in der Version 2/4 erscheinen.
Nun war es höchste Zeit die Erlaubnis der Autorin einzuholen.

Am anderen Ende der Leitung große Freude und, wie gesagt, Begeisterung. Sowie ein Kurzdiktat mit einem kürzlich entstandenem Kurzgedicht zum Thema Tod. Es wird ebenfalls in der Anthologie erscheinen, in der finalen Version 4/4 des E-Books im März 2015. (Wer das vielfach gelobte E-Book jetzt schon kauft, zum Beispiel bei minimore.de, hat bereits reichlich zu lesen und bekommt die folgenden Versionen kostenlos.)
Ich bin ein bisschen stolz auf meine Agentinnen-Tätigkeit und freue mich sehr.

Typisch Margot: obwohl sie noch auf ihrer Schreibmaschine schreibt, weder Computer noch Fernseher besitzt, sich lieber mit Radio und Zeitunglesen auf dem Laufenden hält (die New York Times und Die Zeit) überlegte sie laut, ob es nun an der Zeit wäre, sich einen E-Book-Reader, einen PC oder ein Tablet anzuschaffen. Sie will sich bei jungen Leuten ihrer Bekanntschaft erkundigen.

Zu ihrer Schreibmaschine schrieb sie übrigens 2006 in PENinfo, veröffentlicht vom P.E.N.-Zentrum deutschsprachiger Autoren im Ausland:

Ich schreibe noch immer auf meiner 50 Jahre alten Schreibmaschine, auf der ich alle meine Publikationen tippte, und ich kann nur hoffen, daß sie bis an mein Lebensende durchhält. Mir ist meine restliche Lebenszeit einfach zu kostbar, als daß ich mich noch auf alle Feinheiten des Internet einlassen möchte.
Schreibmaschine und Telefon, das muß genügen; ich werde schon mit dem Gedruckten, das täglich ins Haus kommt, kaum fertig (vor allem nach langen Abwesenheiten).

Wer einen Glückwunsch senden möchte, kann es natürlich per Post tun, aber auch über die Kommentar-Funktion unten. Ich werde Grüße gerne weiterleiten.

Margot Scharpenberg. Foto: Gesine Schulz

Weiterführende, lohnende Links:
Kurzvita und Gedichte beim Frauen-Kultur-Archiv der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf
Margot Scharpenberg-Seite auf Pinterest
Aufdecken: Die Schriftstellerin Margot Scharpenberg. Von PD Dr. Rainer Hering, in: Auskunft 22 (2002), S. 79-86
Margot Scharpenberg’s Poems on Paintings (Bildgedichte). Von Bloggerin Goethe Girl, writer & literary scholar, New York, im Blog Goethe etc.
Margot Scharpenberg. Von Julia Kreikenbohm. in: Cellesche Zeitung, 2. November 2010

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Über Gesine Schulz

Schriftstellerin mit Vorliebe für Krimis, Gärten, Katzen, Irland, England… – BÜCHER & eBOOKS: "Eine Tüte grüner Wind - Sommerferien in Irland" • "Darcy – Der Glückskater im Buchladen" • Kurzkrimis über die Fälle der Privatdetektivin & Putzfrau Karo Rutkowsky • Kurzgeschichten sowie die Kinderkrimiserie "Privatdetektivin Billie Pinkernell". WEBSITES www.gesineschulz.com & http://www.billie-pinkernell.de
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3 Antworten zu Einer Freundin zum Geburtstag

  1. Olga & Eckhard schreibt:

    Schöne Überraschung am Geburtstag!
    Eine spricht es aus im Netz!
    …dass sie M.Sch. ehrt und liebt.
    Fernsehen:
    steht es nicht doch
    an einer Stelle 23. Etage?
    Nah ist sie, wie gut!,
    aber doch nicht so nah,
    dass sie nicht fern sähe!
    Dank!

    • Gesine Schulz schreibt:

      Vielen Dank!
      Das mit dem Fernseher müssen wir dann noch klären. Als ich vorhin anrief und gratulierte, war Lärm und Stimmengewirr. Freunde, die zum Feiern gekommen waren, verrückten gerade die Möbel im 23. Stock.

  2. Renate Beran-Ivanov schreibt:

    Liebe Frau Schulz,
    bin hoch erfreut, über Ihren Link (!)
    ein Lebenszeichen von meiner langjährigen, hoch verehrten Freundin Margot Scharpenberg erhalten zu haben! Ich habe Margot in den neunziger Jahren nahezu regelmäßig, mindestens einmal pro Jahr in Köln, bzw. auch bei meinen Verwandten in Grevenbroich getroffen, und war oft bei ihren Lesungen in Kölner Domforum!
    Über die wiederentdeckte Spur von Margot, anlässlich ihres neunzigsten Geburtstags, freue ich mich riesig und gratuliere ihr noch nachträglich (besser spät, als nie!) ganz, ganz herzlich!!!
    Ich werde mich auch noch persönlich bei Margot melden!!!
    Vielen lieben Dank für’s Weiterleiten der Glückwünsche und für die tolle Idee!!
    Mit herzlichen Grüßen
    Renate Beran-Ivanov, Bonn

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