Holunderblütensonntag

So. Juni. Der Mairegen ist vorüber. An sich mag ich ihn. Ab und zu. Sanftes Rauschen, das tiefer werdende Grün, der Duft. Doch die feuchten Tage hinderten mich am Holunderblüten sammeln. Das werde ich heute unter der noch zögerlichen Juni-Sonne nachholen, beim Ruhrhöhen-Spaziergang mit zwei befreundeten Autorinnen.

Schnipp-schnapp und die Dolde behutsam in den Korb gelegt, während wir übers Schreiben und Gärtnern reden, über kürzliche und geplante Lesungen und vielleicht auch über die Schaufenster-Idee, die mir seit einigen Tagen vorschwebt.
Holunderblütengelee schwebt mir ebenfalls vor.

Bald wieder: mit Camembert auf Toast; einen Klacks Gelee in die Joghurt gerührt; ein Mitbringsel im hübschen Glas.
Zu Sekt und Sirup habe ich die Blüten in vergangenen Jahren auch verarbeitet, aber der köstliche Gelee ist mir am liebsten. Ich könnte mich reinsetzen, wie man so sagt und selten tut.

Eine Freundin, die von meiner Holunderleidenschaft weiß, schenkte mir neulich ein Büchlein mit Holunder-Rezepten. Es ist handtellergroß, weshalb ich es erst für eins jener niedlichen, aber oft nutzlosen Miniaturbücher hielt, die es zuhauf gibt.

Weit gefehlt! Sechzig Gramm schwer und 125 Seiten stark, steckt das stabile Hardcover(chen) voller Rezepte, Fotos und Wissenswertem rund um den Holunder – der Lieblingsbaum von Frau Holle, übrigens, hinter der sich die Fruchtbarkeitsgöttin Holla (auch Hulda) verbirgt, die alte Göttin Mutter Erde. Gaia.

Blick auf die Wanduhr: Fortsetzung dieser Blogpost später, da ich mich nun sputen muss.

°°°°°
Blindschleiche gesichtet, Dolden gepflückt, geplauscht und geplant. Kaum lagen die Dolden im Apfelsaft (Stielenden draußen!), wieder im kleinen Holunderbuch von Christine Pfützner gelesen.

Chistine Pfützner: Holunder-Rezepte. BuchVerlag für die Frau

Christine Pfützner:
Holunder-Rezepte.
BuchVerlag für die Frau

Mein bewährtes Blütengelee-Rezept ist nicht enthalten, vielleicht weil als Feld-Wald-und-Wiesen-Rezept allseits bekannt. Dafür fand ich ein paar mir neue Rezepte, die meinen Entschluss ins Wanken brachten, die diesjährige Blütenernte allein zu Gelee zu verarbeiten:

Holunderblüten-Mousse – muss ja wohl sein.
Holunder-Fladenbrot – reizt mich auch.
Holunderblütenbrot – ebenfalls.
Holunderblütenessig – auf jeden Fall.

Später im Jahr, wenn die Beeren reif sind, werde ich das empfehlenswerte Büchlein sicher wieder in die Hand nehmen. Und vorher vielleicht mit einem Glas meines Gelees verschenken.

Übrigens… wer mein Rezept für eine heiße Holunderbeersuppe haben möchte, lese meinen Holunderkurzkrimi oder schreibe mir eine E-Mail.

Ich überlege derweil, welchen Titel der Minibibliothek aus dem BuchVerlag für die Frau mich als nächster reizt. Wildobst sammeln & zubereiten oder Essen von der Wiese?
Lachs-Löwenzahn-Risotto…

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Über Gesine Schulz

Schriftstellerin mit Vorliebe für Krimis, Gärten, Katzen, Irland, England… – BÜCHER & eBOOKS: "Eine Tüte grüner Wind - Sommerferien in Irland" • "Darcy – Der Glückskater im Buchladen" • Kurzkrimis über die Fälle der Privatdetektivin & Putzfrau Karo Rutkowsky • Kurzgeschichten sowie die Kinderkrimiserie "Privatdetektivin Billie Pinkernell". WEBSITES www.gesineschulz.com & http://www.billie-pinkernell.de
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Eine Antwort zu Holunderblütensonntag

  1. Ingrid Glomp schreibt:

    Danke für diesen schönen, sommerlichen Beitrag. Zu Holunderbeersuppe kann ich auch ein „kriminelles“ Rezept beitragen: http://igkrimis.wordpress.com/2012/08/03/es-ist-nicht-alles-blut-was-glanzt-tante-wolkes-fliederbeersuppe/ 🙂

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