Serendipity am Donnerstag

Serendipity ist ein englisches Wort, das ich besonders gern habe.

Ich mag den Klang.
Seren… beginnt es gelassen – und endet munter, fast lustig, auf –dipity.

Und die Bedeutung gefällt mir. Ich glaube, im Deutschen haben wir keinen vergleichbaren Ausdruck, außer – ja, ein Blick ins Internet zeigt’s – jemand hat es kürzlich eingedeutscht. O weh!

Serendipität.
Alles muntere futsch. –dipität. Mit langem ä.
Serendipitäääht. Gähn. So ernst. Würdig.

Aha:
Serendipität ist eine Wortneuschöpfung, die es noch nicht in den Duden geschafft hat, wie die deutschsprachige Huffington Post Anfang des Jahres feststellte.
Die Encyclopaedia Britannica von 1911 verzeichnete Serendipity übrigens noch nicht. Auch in meinem englisch-deutschen Muret-Sanders von 1904 fehlt es.

Also.

Serendipity ist eine Wortschöpfung aus dem Jahr 1754 von Horace Walpole, englischer Literat, Graf, Politiker und mehr, und bezeichnet in etwa oder umfasst ein glückhaftes Zusammentreffen, eine Überraschung, ebenso unerwartet wie erfreulich und willkommen.

Ein Ereignis also, das man nur staunend wahrnehmen kann. Häufig begleitet von dem Ausruf: „Das ist ja unglaublich!“ und dem Gedanken „Ist das nun Zufall, oder mehr?“

Serendipity wird auch als natural gift beschrieben, als eine natürlich Gabe also. Quasi ein Talent. Hm…

Viele Erfindungen verdanken wir solch glückhaften Zufällen, der Serendiptiy. Die Wikipedia nennt u.a. Röntgenstrahlung, Sekundenkleber und Teebeutel.

Aber nun zu meinem Serendiptiy-Erlebnis am Donnerstag.

Über meine Twitter-Timeline war ich auf diesen Wortladen-Beitrag über Kinderseiten in Zeitungen gestoßen „Die WAZ hat sie, die ZEIT auch, die HAZ leider nicht“.
Ich las und nickte. Ich kommentierte. Um 21:06 Uhr, wie man sehen kann.

Noch ehe ich diese Tatsache twittern konnte, ging mein Telefon.

Eine Freundin hatte soeben auf der Kinderseite der NRZ entdeckt, dass ein Junge dort mein Buch Eine Tüte grüner Wind empfiehlt.
„Das glaub ich jetzt nicht!“, rief ich.
„Doch“, sagte sie. „Wirklich.“

Lagen Zeitungs-Kinderseiten am Donnerstag in der Luft?
Ausgerechnet an diesem Tag weist Andrea Görsch per Twitter noch einmal auf den vor fast einem Jahr in ihrem Blog erschienen Beitrag hin.
Zufällig stoße ich auf den Tweet und öffne den Link. Kommentiere.
Zufällig blättert meine Freundin in den selben Minuten noch einmal durch ihre Zeitung und liest die Kinderseite.
Ich schicke meinen Wortladen-Kommentar ab.
Meine Freundin greift zum Telefon und wählt meine Nummer.

Ich freute mich über die Buchempfehlung von Luca Ryan Schulenburg (10), natürlich, aber beinahe noch mehr staunte ich über diesen Ablauf. Über die Choreographie der Ereignisse.

Kaum den Hörer aufgelegt, twitterte ich:

Minuten später schaltete sich Annegret Harms ein:

Es entspann sich ein kleines Twitter-Pingpong mit drei Teilnehmerinnen und mehreren Ansprechpartnern.

Verrückt.
„Das Buch ist auch manchmal verrückt“, endet Lucas Buchempfehlung.
Übrigens.

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Über Gesine Schulz

Schriftstellerin mit Vorliebe für Krimis, Gärten, Katzen, Irland, England… – BÜCHER & eBOOKS: "Eine Tüte grüner Wind - Sommerferien in Irland" • "Darcy – Der Glückskater im Buchladen" • Kurzkrimis über die Fälle der Privatdetektivin & Putzfrau Karo Rutkowsky • Kurzgeschichten sowie die Kinderkrimiserie "Privatdetektivin Billie Pinkernell". WEBSITES www.gesineschulz.com & http://www.billie-pinkernell.de
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Eine Antwort zu Serendipity am Donnerstag

  1. Wortladen schreibt:

    Hat dies auf Spielwiese – Wortladenblog rebloggt und kommentierte:
    Danke fùr das schöne Wort!

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