Lale lebt

Privatdetektivin & Putzfrau Karo Rutkowsky auf Langeoog.

Die Einladung, mich mit einem Kurzkrimi an einer Inselkrimi-Anthologie zu beteiligen, war vor einigen Jahren ein willkommener Anstoß, mal wieder nach Langeoog zu fahren, um meine Erinnerungen aufzufrischen und für die sommerliche Geschichte, die ich im Sinn hatte, zu recherchieren. Lale lebt. Kurzkrimi von Gesine Schulz www.gesineschulz.com

Es würde darin um Lale Andersen gehen, hatte ich mir vorgenommen. Die legendäre Sängerin (Lili Marleen) hat ja lange auf Langeoog gelebt und ist auf dem Dünenfriedhof begraben.

Auf dem Weg an die Küste wurden wir in einem Örtchen geblitzt, und so – als Autorin lässt sich alles verwenden – ergab sich der Anfang:

Es blitzte. Karo zog den Kopf ein. Dann nahm sie den Fuß vom Gaspedal. Mist. Ihr erstes Urlaubsfoto, aufgenommen von der Polizei in … wo war sie hier? … ah, Westerende-Kirchloog.

Karo fährt allerdings weder als Urlauberin noch als Privatdetektivin auf die Insel, sondern in ihrer Eigenschaft als (schwarzarbeitende) Putzfrau.
Sie soll das Ferienhaus einer Putzkundin für eine große Familienfeier auf Hochglanz bringen. Als ihre Auftraggeberin ein paar Tage verhindert ist, muss Karo auch noch einige Vorbereitungen für die Feier übernehmen, die unter dem Motto „Lale lebt“ steht. Weil der Jubilar ein Verehrer der Sängerin ist, wird sich an dem Abend alles um Lale und ihre Lieder drehen.
Eines der Geschenke ist eine kürzlich aufgetauchte Sammlung von Liebesbriefen aus den vierziger Jahren, als Lale Andersen und den Komponisten Rolf Liebermann eine unter den Nazis gefährliche, weil verbotene, Liebe verband.

Als ich auf dem Weg zu Lale Andersens Grab auf einer Tafel den Nachnamen meiner Detektivin entdeckte, konnte ich diesen seltsamen Zufall nicht unerwähnt lassen und so stößt Karo ebenfalls darauf, als sie den Dünenfriedhof aufsucht:

Es gab auch eine baltische Gedenkstätte für eine Gruppe von Vertriebenen, meist Frauen, die nach einer Odyssee auf Langeoog gelandet waren, heimisch geworden und später hier verstorben waren.
Karos Augen weiteten sich. Auf der Tafel der 1960 Gestorbenen stand: Alexandra Rutkowsky.

Zurück im Ferienhaus. Zwei Lale Andersens kommen zum Vorsingen, eine von ihnen männlich; Karo muss entscheiden, welche der beiden auf der Feier auftreten soll. Dieses Casting entstand in meiner Fantasie, aber die Orte, die Karo aufsucht, vor allem die Restaurants und Cafés musste ich natürlich begutachten und testen. Ich sage nur: Ostfriesischer Schwarzbrot-Creme und dem Langeooger Rosenblüteneis mit kandierten Blütenblättern im Seekrug. Hmm …

Manche Wendungen entstanden erst vor Ort. Nach einem Zufallsplausch mit dem Inselbriefträger Hermann wusste ich plötzlich, dass es einen Sammler im fernen Florida nach den wertvollen Briefen gelüstete. Und so wird Hermann (in der Geschichte) überfallen und Karo lässt Mopp und Eimer liegen und heftet sich an die Fersen des Täters.

Übrigens… habe ich – lang ist’s her – auch mal auf der Insel geputzt. Klos, Bade- und Gästezimmer in einer großen Familienpension. Einen herrlichen Sommer lang.
Morgens reinemachen, nach dem Mittagessen an den Strand, abends in die Disco.
Mein Zimmer teilte ich mit zwei lustigen Finninnen, die auf der Insel ihr Deutsch verbessern wollten. Eine von ihnen, Tuula, backte gerne und oft Kuchen. Bis heute liegt ihr Rezept für den umgedrehten Ananaskuchen in einem meiner Kochbücher. Lauantailämpimäinen steht wie eine zweite Überschrift darüber. Ich hielt das bis heute für den finnischen Namens des Kuchens. Aber Google sagt nein und ist in diesem Fall wenig ergiebig. Wer kann Finnisch?

Meine heitere, leicht kriminelle Sommergeschichte gibt es nun auch als E-Book
(ISBN 978-3-9570-3950-7):
Im epub-Format u. a. bei
Xinxii (dort auch eine längere Leseprobe),
Donauland.at
iTunes
Weltbild.de
und bei anderen Anbietern wie buch.de, bücher.de usw.
Als Kindle eBook bei Amazon.

Lale lebt ist außerdem enthalten in meinem Buch Grab mit Aussicht – 11 saubere Fälle der Privatdetektivin & Putzfrau Karo Rutkowsky, Leporello Verlag, sowie in Inselkrimis. Kriminelles zwischen Strand und Düne. Hrsg. von Peter Gerdes, Leda-Verlag.

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Über Gesine Schulz

Schriftstellerin mit Vorliebe für Krimis, Gärten, Katzen, Irland, England… – BÜCHER & eBOOKS: "Eine Tüte grüner Wind - Sommerferien in Irland" • "Darcy – Der Glückskater im Buchladen" • Kurzkrimis über die Fälle der Privatdetektivin & Putzfrau Karo Rutkowsky • Kurzgeschichten sowie die Kinderkrimiserie "Privatdetektivin Billie Pinkernell". WEBSITES www.gesineschulz.com & http://www.billie-pinkernell.de
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Eine Antwort zu Lale lebt

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