Der Darcy-Porridge ;-)

Das Rezept für den perfekten britischen Porridge verriet mir vor Jahren eine walisische Studentin, die wie ich eine Saison lang in einem Schweizer Hotel arbeitete, das samt Gästen gut in einen Agatha-Christie-Roman gepasst hätte.

Glenys war Zimmermädchen, ich wurde zu meinem Erstaunen zur Frühstücksköchin bestimmt und geriet in Panik, als zum ersten Mal Porridge bestellt wurde. Von einem älteren Engländer. Der mir dann ein Kompliment in die Küche schickte :-) Weiterlesen

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The Greenest Wind – A Summer in Ireland

Gesine Schulz: The Greenest Wind. Translated by Rebecca Heier. Cover design: Sam Kalda.

Weil ich es so schön finde, das Buchcover von Sam Kalda in voller Größe :-)

Because I like it so much, Sam Kalda’s cover here in full size!

Gesine Schulz: The Greenest Wind – A Summer in Ireland. Translated by Rebecca Heier.
Publication date February 2019.
Erscheinungstermin Februar 2019.

Vorbestellbar / Pre-order: Weiterlesen

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Ich bin begeistert …

Diese Galerie enthält 2 Fotos.

… und zwar von den Buchcover-Entwürfen für The Greenest Wind – A Summer in Ireland. Die Tüte grüner Wind-Übersetzungen ins Holländische und Schwedische erschienen, vermittelt durch die Lizenzabteilung des Verlags bzw. von meiner Literaturagentin, in Verlagen. Diese Übersetzung von Rebecca … Weiterlesen

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Wörter und Beeren

Ein willkommener Anlass, mal wieder in einem meiner alten Kochbücher zu stöbern:

Gestern habe ich zum ersten Mal Kornelkirschen gekostet (mhh …!) und mir dann eine Handvoll der Früchte vom Strauch gepflückt, um sie morgens ins Müsli zu schneiden oder in den Porridge. Vielleicht werde ich auch mit geschmolzener dunkler Schokolade experimentieren.

Für Marmelade reicht meine Menge nicht, doch die Entdeckung, dass man die in Österreich Dirndl-Marmelade nennt oder auch Weiterlesen

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Nach Cirencester

Die Firma Ilford & Partners Estate Agents befand sich unweit des historischen Marktplatzes in der Cricklade Street, zwischen zwei Pubs in einer Reihe zweistöckiger viktorianischer Geschäftshäuser aus goldgelbem Cotswold-Stein.

Wie Freda von der Website wusste, hatte die Firma Erfahrung mit der Vermittlung großer und historischer Häuser und betrieb diskretes Marketing. Im Schaufenster hingen nicht, wie oft üblich, aneinandergereihte Fotos von Einfamilienhäusern, Eigentumswohnungen und Reihenhäusern. Hier beschränkte man sich auf den Firmennamen in goldener Schrift auf der Milchglasscheibe und den unauffälligen Hinweis auf die Mitgliedschaft im nationalen Fachverband.

Ein leises Summen verkündete Fredas Eintritt. Sie trat auf den weichen Axminster-Teppich und ging auf einen der beiden Mahagoni-Schreibtische zu, hinter dem sich ein junger Mann erhoben hatte und ihr entgegensah. Seine Goldrandbrille wirkte altmodisch und passte farblich zu seinem blonden Haar, das er in einem modischen Undercut trug, wie sie ihn von Nick kannte.

„Guten Morgen“, sagte Freda.

„Guten Morgen, Madam. Womit kann ich dienen?“

„Nun …“ Mit einem Mal wusste sie nicht so recht, wie sie anfangen sollte. „Also, es geht um unser Haus.“

„Ich verstehe. Um Ihr Haus. Sie denken daran, es zu verkaufen? Nehmen Sie doch bitte Platz.“

„Danke.“ Freda ließ sich in den Besuchersessel vor dem Schreibtisch sinken. Der Makler setzte sich wieder und lächelte wohlwollend, um nicht zu sagen: eine Spur herablassend. Freda nahm es ihm nicht übel, so sehr war sie bei Fremden daran gewöhnt. Es lag daran, dass sie klein war. Auch das Tweed-Kostüm und die Seidenbluse schienen hier nichts zu nutzen. Ihre Finger umklammerten den Handtaschenbügel. Ihr Anliegen in Worte zu fassen war deutlich anders, als nur so darüber nachzudenken. Weiterlesen

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Keine Kapitel? Warum?!

Manche vermuten eine wohlüberlegte Absicht dahinter (nur welche?). Anderen fällt es nicht auf. Wiederum andere beschweren sich darüber.

Die Wahrheit: Es ist reiner Zufall, dass Eine Tüte grüner Wind nicht in Kapitel aufgeteilt ist. Als ich den Roman schrieb, fing ich vorne an und schrieb weiter bis zum Schluss, ohne dass mir der Gedanke kam, ich könnte oder sollte Lucys Geschichte in Kapitel aufteilen. Merkwürdig vielleicht, doch so war’s.
Der Ueberreuter Verlag, bei dem das Hardcover erschien, hatte anscheinend nichts dagegen.

Ich wurde zuerst auf die Kapitellosigkeit aufmerksam, als ein Freund, der das Buch kurz nach Erscheinen las, sich bei mir beschwerte.
Er war es gewöhnt, nach dem Zubettgehen noch ein oder zwei Kapitel eines Buchs zu lesen. Da es bei mir keine Kapitel gab, las er weiter und immer weiter, bis weit nach Mitternacht, bis zum Ende der Geschichte.
Als der Wecker klingelte, war er daher keineswegs ausgeschlafen und er verbrachte einen müden Morgen im Büro. Weiterlesen

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Schrecksekunden

Er musste sich in Geduld fassen. Drystan wusste das.

Auch der hiesige Arzt, der ihm vorhin den Therapieplan erklärt hatte, hatte es betont. Geduld und die verschriebenen Behandlungen und Übungen, mit oder ohne den ihm zugeteilten Physiotherapeuten. Dazu entspannen, spazieren gehen im Park. Sorgen möglichst vergessen.

Drystan hatte genickt. Er war mit allem einverstanden. Was blieb ihm anderes übrig? Doch der Appetit war ihm vergangen, schon bevor er einen Blick in die helle moderne Cafeteria der Reha geworfen hatte.

Mehrere Gemeinschaftstische, an denen sich Leute schon zu Tee oder Kaffee versammelt hatten und sich lebhaft unterhielten. Mehr Männer als Frauen. Trainingsanzüge herrschten vor. Es hatte etwas von Jugendherberge, sah man von den Krücken ab, die an Tischen lehnten und vom Alter der Schnatternden, die überwiegend zwischen zwanzig und fünfzig zu sein schienen.

Drystan wandte sich ab und ging zum Aufzug. Es stand den Patienten frei, Mahlzeiten statt in der Cafeteria im Restaurant einzunehmen; allerdings war dort ein gewisser Dresscode erwünscht, der Trainingshosen ausschloss. Drystan bevorzugte lässige Kleidung, und zog Trainingshosen nur zum Joggen und beim Sport an.

Langsam durchquerte er die Eingangshalle und setzte den Stock dabei bewusst als Stütze ein. Als Gehhilfe. Mann, wie er es hasste, sein Tempo so zügeln zu müssen! Dieses Gehen müssen, als wäre er ein alter Mann. Schwer erträglich für sein Ego. Hätte er nie gedacht. Aber immerhin lief er nicht mehr an Krücken.

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