Schrecksekunden

Er musste sich in Geduld fassen. Drystan wusste das.

Auch der hiesige Arzt, der ihm vorhin den Therapieplan erklärt hatte, hatte es betont. Geduld und die verschriebenen Behandlungen und Übungen, mit oder ohne den ihm zugeteilten Physiotherapeuten. Dazu entspannen, spazieren gehen im Park. Sorgen möglichst vergessen.

Drystan hatte genickt. Er war mit allem einverstanden. Was blieb ihm anderes übrig? Doch der Appetit war ihm vergangen, schon bevor er einen Blick in die helle moderne Cafeteria der Reha geworfen hatte.

Mehrere Gemeinschaftstische, an denen sich Leute schon zu Tee oder Kaffee versammelt hatten und sich lebhaft unterhielten. Mehr Männer als Frauen. Trainingsanzüge herrschten vor. Es hatte etwas von Jugendherberge, sah man von den Krücken ab, die an Tischen lehnten und vom Alter der Schnatternden, die überwiegend zwischen zwanzig und fünfzig zu sein schienen.

Drystan wandte sich ab und ging zum Aufzug. Es stand den Patienten frei, Mahlzeiten statt in der Cafeteria im Restaurant einzunehmen; allerdings war dort ein gewisser Dresscode erwünscht, der Trainingshosen ausschloss. Drystan bevorzugte lässige Kleidung, und zog Trainingshosen nur zum Joggen und beim Sport an.

Langsam durchquerte er die Eingangshalle und setzte den Stock dabei bewusst als Stütze ein. Als Gehhilfe. Mann, wie er es hasste, sein Tempo so zügeln zu müssen! Dieses Gehen müssen, als wäre er ein alter Mann. Schwer erträglich für sein Ego. Hätte er nie gedacht. Aber immerhin lief er nicht mehr an Krücken.

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So sieht das neue Tüte-Hörbuch aus

Eine Tüte grüner Wind – Sommerferien in Irland. Von Gesine Schulz. Hörbuch. SAGA Egmont

In diesem letzten Cover-Entwurf hat die Grafikerin die vorher vierblättrigen Glückskleeblätter durch dreiblättrigen Klee ersetzt. In Irland wird er Shamrock gennannt und ist das irische Nationalsymbol.

Das Hörbuch wird etwa Mitte Juli 2018 erscheinen.

Hineinhören kann man schon jetzt Weiterlesen

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Ist das Lucy?

Ist dies Lucy aus Eine Tüte grüner Wind mit den Ziegen von Corrigan?

Man könnte es fast meinen ;-)

Doch das Foto zeigt nicht Lucy, sondern Lotta aus Berlin, die ihre Osterferien auf einer Ziegenfarm in Irland verlebte.

Dort half sie mit den Ziegen (und fand es lustig, wenn die manchmal an ihrem T-Shirt-Ärmel kauten), sammelte am Strand Nixentränen und las ein Buch, in dem ihr immer mehr bekannt vorkam.

Ziegenfarmer Gwyn wunderte sich, als er davon hörte. Er schrieb mir eine E-Mail.

Eine E-Mail, geschrieben auf einer Ziegenfarm im Südwesten Irlands – also genau in der Gegend, in der Lucy in Eine Tüte grüner Wind ihre Sommerferien verbringt und wo Corrigan, der Nachbar ihrer Tante, Ziegen hält und aus der Milch köstlichen Ziegenkäse herstellt – welch eine Überraschung!

Auch Christine und Gwyn stellen auf ihrer Ardagh Castle Farm Ziegenkäse her, den Ardagh Castle Cheese. Sie verkaufen ihn auf dem Bauernmarkt in Skibbereen. Außerdem vermieten sie ein gemütliches Cottage auf der Farm als Ferienhaus. Gwyn schrieb:

„Young Lotta loves your book and is very happy to be helping us with the goats and enjoying the sun and the rain of West Cork.“

Ob es sein könne, wollte er noch wissen, dass ich die Gegend kenne?

Ha!, rief ich, schrieb ihm eine ausführliche Antwort und ließ Lotta grüßen.

Daraufhin schickte Lotta mir diese schönen Ferienfotos und schrieb:

„Ich bin fasziniert von den Gleichheiten zwischen dem Buch und der Farm und der Patchwork-Landschaft. Die Ziegen heißen übrigens: Florence, Beshie, Kiwi, Lolo, Angel, Gloria, Teagan, Erin und Enja, Vinny, Conan, Lisa, Daisy und Maizie, Mealla und Lilly. Hier gibt es auch Schafe, Katzen, Hunde und Hühner.“

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Kater Henry als #bookface-Model

Es ließ mir doch keine Ruhe! ;-)

Angeregt von dem Bookface-Foto aus Schweden, suchte ich in meinen Regalen nach einem geeigneten Buchcover und wurde im Krimiregal fündig:

Zum #BookfaceFriday: Gesine Schulz' Kater Henry steckt hinter dem Buchcover von "Cat and Mouse", dem Kriminalroman von Christianna Brand.

Mein erstes #Bookface-Foto: Kater Henry mit „Cat and Mouse“, einem Kriminalroman von Christianna Brand.

Längst nicht perfekt, aber lustig, oder?

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#BookfaceFriday

Ein #bookfacefriday-Foto der Hammarö Bibliotek in Skoghall (Schweden) mit dem „Buchgesicht“ von „En påse grön vind“

Die Stadtbücherei Hammarö bibliotek in Skoghall (Schweden) hat an einem „BookFace Friday“ dieses Foto mit En påse grön vind, der schwedischen Übersetzung meiner Tüte grüner Wind, aufgenommen und bei Instagram gepostet :-)
Das ist schon eine Weile her, ich habe das Foto erst jetzt entdeckt.
Hinter dem Buchcover steckt Therese (eine der Bibliothekarinnen, vermute ich).

Unter dem Hashtag #BookfaceFriday entdeckt man in den sozialen Medien ja die tollsten Fotos, ob bei Twitter, Pinterest, Instagram oder Facebook. Aber Vorsicht – es ist ein Zeitfresser. Ich jedenfalls kann mich von den einfallsreich aufgenommenen Fotos oft kaum losreißen. Es gibt sogar Bookfaces mit Katzen oder Hunden wie diesem aus Los Angeles und diesem aus Australien.
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Vor dem Agatha-Christie-Schrein ;-)

Hier sieht man Almuth Heuner und mich nach getaner Arbeit als Hilfs-Buchhändlerinnen bei Alex liest Agatha in der Krimi-Ecke der Buchhandlung.
Almuth und ich sind große Agatha-Fans. (Der Herr neben uns wurde uns leider nicht vorgestellt.)

Zwei Agatha-Christie-Fans: Almuth Heuner & Gesine Schulz in der Buchhandlung Alex liest Agatha.
Foto © Uwe Kletzing

Susanne Böckler, Besitzerin der Buchhandlung Alex liest Agatha in Essen, mit Kundin und Autorin Almuth Heuner.
Foto @ Uwe Kletzing

Übrigens: Agatha Christie und besonders Weiterlesen

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Hat sie im Unterricht geübt: NEIN!-Sagen und Um-Hilfe-Schreien

Ein Auto brummte vorbei. Ein gelber Flitzer, das Verdeck aufgeklappt. Mit einem Berliner Kennzeichen! Interessant.
Noch nie hatte sie hier ein Auto aus Berlin gesichtet. Sie lugte um die Säule herum und sah dem Auto hinterher.

Ein paar Meter weiter kam ein Mädchen in ihrem Alter aus einem Gartentor. Es hatte schulterlange blonde Haare und trug ein rosafarbenes Sommerkleid.
Das gelbe Auto rollte an den breiten Bürgersteig und hielt neben dem Mädchen an.

Der Fahrer sagte etwas, das Billie nicht verstehen konnte. Das Mädchen trat ans Auto.

Wahrscheinlich hatte der Berliner sich verfahren und fragte nach dem Weg.
Das Mädchen schüttelte den Kopf. Kannte es sich hier nicht aus? Wieder sagte der Fahrer etwas.

„Nein, das will ich lieber nicht!“, rief das Mädchen und wich ein paar Schritte zurück. Weiterlesen

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