Einladung zur Buchpremiere

Die Anthologie „Was ich gestern … Was ich heute … ESSEN unterWEGs“ enthält Erinnerungen, Gedanken und Geschichten von Essener Bürgerinnen und Bürgern, die aufgund der Ausschreibung des Geest-Verlags Texte eingereicht hatten. So auch ich. In „Stadt, Land, Kino“ erzähle ich von meiner Kino-Liebe, die mit 11 Jahren in dem Non-Stop-Kino am Kopstadtplatz begann.

Die Buchpremiere findet Donnerstag, den 24. November 2022 in der Volkshochschule Essen statt. Alle Interessierten sind herzlich eingeladen. Der Eintritt ist frei. Beginn 19:30 Uhr.

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Krimitag 2022 wieder mit Geweih

Nach einer herrlich faul-fleißigen Zeit in Irland gilt es nun zwei Lesungen im Advent vorzubereiten.

Eine mit kostenlosem Eintritt (Benefiz), die andere, mit köstlichem Menü, für 144,- Euro pro Person. Die eine in der Stadtbibliothek, die andere im Schlosshotel. Beide in Essen.
Lesen werde ich weihnachtliche Kurzkrimis aus meiner Anthologie Punsch, Plätzchen & Pistolen.

Zunächst am 8. Dezember 2022 beim nach der Corona-Zwangspause wieder vor Ort stattfindenen Krimitag, diesmal unter dem Motto

Tatort unterm Tannenbaum – KrimiautorInnen lesen für einen guten Zweck

Zum traditionellen Krimitag lesen die Spiegel-Bestsellerautorin Brigitte Glaser aus Köln, Spreewaldkrimi-Autorin Christiane Dieckerhoff, Gesine Schulz und Krimi-Kollege Klaus Heimann in der Stadtbibliothek Essen. Moderation: Ruhrbeben-Autorin Ursula Sternberg mit Mischa Bach und/oder Arnd Federspiel.

Eintritt frei – Spenden erwünscht

Donnerstag, 8. Dezember 2022
Stadtbibliothek Essen, Gildehof, Hollestr 3, 45127 Essen
19 Uhr (Einlass 18.30 Uhr)
Reservierungen per E-Mail an oeffentlichkeitsarbeit@stadtbibliothek.essen.de

Auch in diesem Jahr wird es einen Büchertisch geben, wie immer betreut von Almuth Heuner & Uwe Kletzing. Gegen eine Spende (wahrscheinlich wieder je 5,- Euro) können nagelneue Bücher erworben werden, die von Mitgliedern des Syndikats gespendet wurden. Weihnachtsgeschenke für Krimi-Fans!

Ich ließ mich überreden, wieder mit Rentiergeweih auf dem Haupt die Lose zu verkaufen. (Foto: Petra Treiber /WAZ)

Los-Gewinne sind Bücherpakete, zwei Wohnzimmerlesungen, Jahresmitgliedschaften der Stadtbibliothek Essen, ein signierter Fußball von Rot-Weiss Essen sowie einige Überraschungspreise.

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Der Spenden-Erlös wird noch am selben Abend einem Vertreter der essener chancen übergeben. Der Verein widmet sich der Jugendarbeit im Umfeld von Rot-Weiss Essen.

Von stimmungsvoll bis heiter: Punsch, Plätzchen & Pistolen

Das Syndikat zum Hintergrund des Krimitags:
Mit dem „Krimitag“ ehren die deutschsprachigen Krimiautorinnen und -autoren des Syndikats alljährlich Friedrich Glauser, Namenspatron des von der Autorengruppe verliehenen Krimipreises. Der 1896 geborene schweizer Schriftsteller brachte mit seinem Romanen um die Fälle seines „Wachtmeister Studer“ den aus dem angelsächsischen Raum stammenden „Krimi“ mit einer ganz eigenen Stimme in den deutschen Sprachraum. Nach einem bewegten Leben starb Glauser am 8. Dezember 1938 – am Vorabend seiner Hochzeit.
Die Autorengruppe „Das Syndikat“ wählte Friedrich Glauser 1987 zum Namenspatron des von ihr beim Krimifestival Criminale verliehenen Preises für die besten Kriminalromane und Kurzkrimis des Jahres.

Anmerkung von mir: Es gab natürlich schon vor Friedrich Glauser Kriminalromane deutschsprachiger Autorinnen und Autoren. Einige findet man in meinem www.KrimiFrauenLexikon.de.


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Welche Farbe hat der Wind?

De quelle couleur est le vent? (Welche Farbe hat der Wind?)

Eine Frage, die mich gleich aufhorchen ließ. Die Vorstellung von farbigen Winden fasziniert mich, seit ich in einem Buch über altirische Geschichte davon las. Jahre später floss die Idee ein in meinen Jugendroman Eine Tüte Grüner Wind.

Im französischen Bilderbuch von Anne Herbauts fragt sich ein kleiner blinder Riese, welche Farbe der Wind hat, und macht sich auf den Weg, um diese Frage allen zu stellen, die seinen Weg kreuzen.

Das Bilderbuch enthält taktile Effekte und auf dem Einband eine Beschriftung in Braille.
Anders als andere Bücher von Anne Herbauts ist dieses Bilderbuch leider noch nicht ins Deutsche übersetzt.

Wie geburtsblinde Menschen Farben wahrnehmen, oder wie Farben beschrieben werden können, damit befasst sich auch https://blindinclusion.de.

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Mein Buchladen-Roman

Mit dem renommierten kleinen Buchladen hat Tamsin auch den Buchklub geerbt, der dort regelmäßig zusammenkommt. Sind dessen Mitglieder wirklich so exzentrisch wie sie der Buchhändlerin anfangs vorkommen? Hm …

Und als ein dreifarbiger Kater auftaucht, hält sie ihn erst für die Buchladen-Katze. Es bleibt nicht der einzige Irrtum, dem Tamsin in Upper Netherwold erliegt.

Mir hat es große Freude gemacht, mir die Buchhandlung in allen Einzelheiten auszumalen – ganz zu schweigen von den Bewohnern und Bewohnerinnen des idyllischen Dorfes.

Mit Darcy – Der Glückskater im Buchladen beginnt eine Romanreihe, die an verschiedenen Orten in Südengland spielt. Im Mittelpunkt jedes Kurzromans stehen die Menschen, bei denen Kater Darcy für eine Weile Station macht und in deren Leben er auf subtile Weise eine Veränderung bewirkt.

Die Romane sind in sich abgeschlossen, man kann muss also nicht mit Band eins anfangen. Es gibt Leute, die alle Bände hintereinander weggelesen haben, so wie man sich manchmal die Folgen einer Lieblingsserie in einem Rutsch anschaut. Binge-Reading statt Binge-Watching;-)

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Mansarde mit Dichter

„Wisst Ihr, dass in eurer Mansarde ein berühmter Dichter gewohnt hat?“, fragte ich ein befreundetes Ehepaar vor ein paar Wochen.

„Nee! Wirklich? Wer denn?“

Dass Rolf Dieter Brinkmann, laut Heiner Müller das „vielleicht einzige Genie in der westdeutschen Literatur“, während seiner Buchhändlerlehre in Essen gewohnt hat, hatte ich mal gewusst, aber wieder vergessen.

Dass Brinkmann nach seinem Rauswurf aus dem Lehrlingswohnheim das dortige Dreibettzimmer gegen eine kleine Mansardenwohnung im Moltkeviertel eingetauscht hatte, entdeckte ich jetzt nebenbei bei einer Recherche über den Essener Filmclub. Ich wollte lediglich das Gründungsjahr dieses in den 1960er Jahren mitgliederreichsten Filmclubs der BRD wissen und war frustriert, dass ich im Internet nicht fündig wurde.

Oh, auch Rolf Dieter Brinkmann war – Jahre vor mir – Mitglied des Filmclubs gewesen, las ich auf einer Website. Interessant, doch für meine Recherche nicht relevant. Kurz vorm Wegklicken fiel mein Auge aber auf die Adresse des Hauses: Es lag in der Schinkelstraße!

Und es war sogar die Schinkelstraße 57! Schauplatz schönster Einladungen. Woraufhin ich umgehend die obige Frage stellte und meinte, ans Haus gehöre doch eine Plakette, die auf die Zeit hinweist, als der junge Dichter hat …

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Seetang in Fuchsienhecken …

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Mein Garten liegt im Südwesten Irlands, so nah am Meer, dass nach schweren Stürmen oft Seetang in der Fuchsienhecke hängt oder als glitschiger Haufen vor der Haustür liegt. Sogar ein Fisch wurde mal von einer riesigen Welle über die Hecke in den Garten geschleudert. Er landete mitten im Agapanthus-Beet und wurde später von der Pub-Katze verspeist.

Wird mir der Tang nicht frei Haus geliefert, sammle ich ihn bei Strandspaziergängen auf, wenn ich nach Treibholz und Nixentränen suche. Er ist eine wichtige Zutat für meinen Kompost, den er mit Mineralien und Spurenelementen anreichert.

Foto: Rosie Steggles / Unsplash
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Inspirierendes Wasser aus Irland importiert :-)

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Inspirierendes Wasser? Nein, ich rede nicht von Whiskey (auf Irisch uisce beatha, „Wasser des Lebens“), sondern von Wasser, das aus einer der vielen Heiligen Quellen Irlands sprudelt. Oft sind Holy Wells Heiligen gewidmet – der Well of the Poets aber Dichtern, also Schreibenden.

Die Hoffnung liegt daher nah, dass aus dieser Quelle geschöpftes Wasser auf Autorinnen und Autoren inspirierend wirken könnte. Es ist jedenfalls ein verlockender Gedanke.

Als ich befreundeten Schriftstellerinnen und Schriftstellern erzählte, dass ich die Quelle während meines nächsten Irlandaufenthalts wieder aufsuchen wollte, baten mich einige, ihnen von meinem Ausflug Wasser mitzubringen: Zur Inspiration – vor Schreibbeginn ein paar Tropfen auf die Schläfen getupft? Oder in der Hoffnung, damit eine drohende Schreibblockade abzuwenden? Als Glücksbringer für das aktuelle Schreibvorhaben? Oder … oder…?

Der Well of the Poets (irisch: Tobar na duanaree), auch Poet’s Well genannt, liegt im Südwesten Irlands unweit von Kilcrohane auf der Mintervary-Halbinsel. Hier florierte im Mittelalter, ab dem zehnten Jahrhundert, eine berühmte Bardenschule, deren Ruine noch steht. Der bekannteste Absolvent war der Satiriker Aengus O’Daly.

Ob die Bardenlehrlinge während ihrer mehrjährigen Ausbildungszeit täglich hoch zur Dichterquelle getrabt sind, um daraus mit dem Wasser auch Inspiration zu schöpfen? Oder nur an Festtagen? Waren mit dem Besuch wie an anderen Quellen Rituale verbunden? Und, was mich noch mehr interessiert:

Waren auch werdende Bardinnen darunter? Möglich wär’s. Denn auch Frauen übten diesen damals hochangesehenen Beruf aus. Eine von ihnen war Úallach ingen Muinecháin. Die Dichterin bekleidete von 931 bis zu ihrem Tod im Jahr 934 das Amt einer Ollamh Érenn, das ranghöchste dieser Art. Vom Status her war Úallach dem Hochkönig gleichgestellt. Zu den Privilegien gehörte anscheinend, dass eine irische Meisterpoetin wie Úallach oder ein Hofdichter sich mit einem Gefolge von vierundzwanzig Leuten auf Vortragsreisen begeben konnte – zu Pferde, vermute ich. Welch ein Bild!

Ins Heute übertragen … Würde eine bundesdeutsche Parlamentspoetin oder ein -poet (über den Vorschlag, solch eine Position einzurichten, wird ja gerade heftig diskutiert) – würde also die amtierende Dichterin oder der Dichter auf einer Lesereise an andere Höfe bzw. Landesparlamente von einer vierundzwanzigköpfigen Motorradstaffel begleitet? Oder, viel besser: Alle, samt Poetin, rollen auf wimpelgeschmückten Fahrrädern durch die Republik und können sich – wie damals Úallach – sicher sein, am nächsten Stopp herzlich und in Ehren willkommen geheißen zu werden:-)

Doch zurück auf die Halbinsel mit den verwirrend vielen Schreibweisen.

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Da kommt es, das neue Jahr

Mit dieser heiteren Illustration von Elna Marianne Reiff grüßte ich auf Instagram zum Neuen Jahr.

Elna Marianne Reiff illustrierte die 1964 erschienene Buchgemenschafts-Ausgabe des Romans „Ein gewisser Herr Ypsilon – Die Geschichte eines schönen Bedauerns“ von Barbara Noack, auf den ich im Herbst ausgerechnet in Irland gestoßen war.

Den heiter-melancholischen Liebesroman, wohl Ende der 1950er Jahre geschrieben, durchweht die Atmosphäre der Nachkriegszeit in Berlin und der jungen BRD. Wirtschaftswunderjahre.

Barbara Noack (*1924), Bestseller-Autorin der 1960er und -70er Jahre war mir ein Begriff – doch wer war Elna Marianne Reiff, deren Bilder mir so gut gefielen? Welche Bücher, Buchcover hatte sie noch illustriert? Eine kurze Recherche und alle Heiterkeit verflog.

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Der allerbeste Baum: Kurzhörspiel

Lächelndes Gesicht mit lächelnden Augen

Ich freue mich! Der WDR hat mein erstes Hörspiel produziert.

Der allerbeste Baum

Jule ist sauer. Wieder darf sie im Weihnachtsstück kein Engel sein. Letztes Jahr spielte sie das Hinterteil des Esels. Diesmal soll sie als Pausen-Baum auf der Bühne rumstehen. Nach einem Gespräch mit ihrem Opa hat Jule aber eine Idee …

Für Menschen ab 6 bis mindestens 99

Das Kurzhörspiel ist 10 Minuten und drei Sekunden lang, wird Heiligabend 2021 gesendet und ist außerdem ein Jahr online zu hören. Klick: https://kinder.wdr.de/radio/diemaus/audio/maushoerspiel/audio-der-allerbeste-baum-100.html

„Eine Mutmachgeschichte voller kindlicher Kreativität und einer ganz besonderen Protagonistin“, meinte Leserin Leschen bei LovelyBooks.

Weihnachtsbaum

Weihnachtsbaum

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Der Freitagsmarkt in Bantry

↬ See English text at the end of this post.

Ich bin ein wenig süchtig nach dem Markt in Bantry. Er findet jeden Freitag statt, und wenn ich in West Cork bin, muss ich dem Bantry Market einfach jede Woche einen Besuch abstatten. Am ersten Freitag eines Monats ist er besonders groß – eine Mischung aus Wochenmarkt und verführerischem Flohmarkt.

Im Angebot sind Lebensmittel aus der Region, Schrauben, Gummistiefel, altes Geschirr, junge Hühner und Gänse, Bücher und vieles mehr. Man trifft auf Bekannte, kostet Käse oder Brot, feilscht zu beiderseitigem Vergnügen mit einem Trödel-Verkäufer um den Preis, lauscht Trommlern oder einer musikalischen Familie.

Immer wieder werde ich von Leserinnen und Lesern der Tüte grüner Wind gefragt, wie es mit Lucy weitergeht, ob ich nicht eine Fortsetzung schreiben könnte. Vielleicht wäre ja eine kurze Erzählung eine Lösung?

Denn vor wenigen Wochen wehte mich beim Bummeln über den Markt eine Idee an. Eine Idee für eine Kurzgeschichte.

Ob was draus wird, weiß ich noch nicht. Aber … was wäre, dachte ich, wenn Lucy und Grania ein paar Jahre nach den Geschehnissen in Eine Tüte grüner Wind über diesen Markt in Banty schlendern würden … Lucy ist mit dem Bus aus Cork angekommen. Grania holt die Freundin ab.

Und dann? Mal sehen.

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I admit, I am a bit addicted to Bantry Market.

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